HELMUT MITSCHKE
 

 

 
  Steindrucker in der dritten Generation. Als Schüler und Student Begegnung mit dem Steindruck in der "Lithograühischen Anstalt des Großvaters Paul Mitschke
  Ausbildung zum Kunsterzieher
1973 Aufbau einer eigenen Druckwerkstatt
1990 Lithographiekurs an der Europäischen Akademie Trier
seit 1996 jährliche Aufenthalte in der Steindruckwerkstatt Mintcelin in Burgund
2002
Leitung des Workshops bei den 9. Hamburger Lithographietagen
2005
Artist in Residence in der Lithographiewerkstatt Chur-Haldenstein
2006 Kursleitung Lithographiewerkstatt Chur-Haldenstein
   
 

Steindruckwerkstatt Helmut Mitschke
Marderweg 10
Waltershofen
D-88353 Kisslegg im Allgäu

Tel.: +49 (0) 7563 8603
E-Mail: helmut.mitschke@web.de


Anmerkungen zur Lithographie in der ursprünglichen Form des Steindrucks

Im Vergleich zu den anderen klassischen künstlerischen Drucktechniken zeichnet sich der Steindruck durch die Unmittelbarkeit aus, mit der ein Bildelement festgehalten und wiedergegeben werden kann. Ein Tuschestrich, eine Lavur, der Duktus der Zeichenfeder, der Abdruck einer Naturstruktur, ein Foto oder eine Kopie lassen sich auf dem Stein festhalten und im Druck wiedergeben. Der Stein nimmt alles auf, was an Fett, Säure, fetthaltiger Tusche oder Druckfarbe, Toner, Kopierpulver oder lichtempfindlicher Emulsion auf seine geschliffene Oberfläche trifft. Man kann auf ihn mit Lithotusche oder Lithokreide schreiben, zeichnen, malen, lavieren, kann Fotos oder Negative übertragen, Naturstrukturen abdrucken, ihn schleifen, schaben, ätzen, gravieren.
A
llerdings kommt man nur dann zu einem sinnvollen Ergebnis, wenn man es versteht, alle auf diese Weise aufgebrachten Bildelemente für den Druck zu präparieren und schließlich auch zu drucken. Das Präparieren des Steins und schließlich das Drucken ist gerade bei der Anwendung mehrerer und oft einander entgegenstehender Gestaltungsmittel ein spannender Kampf.

Zu meinen Arbeiten

Ich versuche nie den Steindruck nur als Mittel der Vervielfältigung zu verwenden. Verfolgt man meine Vorgehensweise anhand meiner Bilder, so kann man feststellen, dass die Bildidee ihren Ursprung oft in etwas Gefundenem hat. Gegenstände, Strukturen, Bewegungen, Bilder, denen ein besonderer Ausdruck oder optischer Reiz innewohnt, bilden den ersten Kern. Hieraus erklärt sich auch der Wechsel zwischen gegenständlichen und bedingt gegenstandsfreien Arbeiten.
Es folgt das Ordnen und Übertragen auf den Stein. Wichtiger als die spontane große Geste ist mir hierbei oft das Gleichmaß konzentrierten Arbeitens. Bei allen meinen Arbeiten ist die Bildfindung eng mit der handwerklichen-technischen Vorgehensweise verbunden. Zum einen ist das Überwinden der technischen Widerstände und das Zurückgreifen auf die in Jahren gespeicherten Erfahrungen von großem Reiz. Zum anderen ist meine Neugier auf die Ergebnisse der Anwendungen und schließlich den gültigen Druck ein ganz wichtiger Antrieb meines Arbeitens.

Bilder zur Ausstellung

Kiesbett, LithographieLithogrammSommertag, Lithographie

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